Spritzasbest
Was ist Spritzasbest?
Spritzasbest gehört zu den weichen Asbestprodukten und kann daher besonders schnell Fasern freisetzen, die in die Atemwege gelangen. Spritzasbest
ist bereits seit dem Jahr 1979 verboten, da man das Material relativ
bald mit Krebserkrankungen und anderen Gesundheitsschäden in Verbindung
brachte.
Spritzasbest und andere weiche Asbestprodukte wurden zum
Beispiel für Innenbeschichtungen von Wänden, Decken und Dächern, für
Ummantelungen von Bauteilen, für Abschottungen von Öffnungen, für
Abdeckungen von Kabelkanälen und Schächten, für Brandschutzklappen und
für Verkleidungen verwendet. Spritzasbest selbst wurde
oft mit Bindemitteln wie Gips vermischt. Ebenso findet man weichen
Asbest in Abdeckungen für den Hitzeschutz wie etwa bei
Nachtspeicheröfen, bei Kleidung zum Feuer- und Hitzeschutz und für den
Schallschutz und Feuchtschutz.
- Spritzasbest gehört zu den gefährlichsten Asbestarten und ist bereits seit dem Jahr 1979 verboten
- es setzt bereits bei geringer Erschütterung Millionen schädlicher Fasern frei, die letztendlich zu Lungenkrebs und anderen Erkrankungen führen können
- die Entsorgung von Spritzasbest muss eine spezialisierte Firma übernehmen, auch Proben sollten nicht eigenständig entnommen werden.
Die Entsorgung von Spritzasbest
Bei Asbest handelt es sich um Sondermüll, der von Fachkräften unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen entsorgt werden muss. Dazu gehört auch Spritzasbest. Asbest ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen, daher sollte im Zweifelsfall ein Fachmann eingeschaltet werden, der eine Probe entnimmt und diese in einem Labor untersuchen lässt. Da Spritzasbest besonders locker gebunden ist, können bereits bei geringer Beanspruchung Millionen von Fasern in die Luft und somit in die Atemwege gelangen. Bei allen Arbeiten mit Asbest müssen Schutzvorkehrungen getroffen werden, so zum Beispiel die Atemschutzmaske, Wasser zum Befeuchten und staubdichtes Material zum sofortigen Verpacken des Asbests. Das Spritzasbest wird derzeit nur in speziellen Deponien gelagert, wo es luft- und staubdicht verpackt liegt. Das Gebäude, aus dem Asbest entfernt wird, muss von der Umwelt abgeschottet werden, so lange, bis die Grenzwerte in der Luft wieder unterschritten werden. Die Mitarbeiter müssen zum Betreten der Baustelle besondere Schleusen nutzen.
Worauf achten bei Spritzasbest?
Wenn der Verdacht besteht, dass sich Spritzasbest im Haus befindet, sollte zunächst das örtliche Bauamt, das Amt für Umweltschutz oder direkt ein Labor angerufen werden. Man sollte bei Spritzasbest nicht selbst Hand anlegen, da das Risiko zu hoch ist, dass zu viele Fasern in die Lunge gelangen. Bei fest gebundenen Asbestprodukten wie Eternitplatten kann selbst eine Probe entnommen werden, sofern einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. In einer Laboranalyse auf Asbest kann nachgewiesen werden, ob das Material wirklich aus Asbest besteht. Nicht immer ist es nötig, die asbesthaltigen Produkte gleich zu sanieren, manchmal gibt es auch andere Maßnahmen, die die Gefahr zunächst eindämmen können. Ist eine Sanierung aus verschiedenen Gründen nicht möglich, werden oft Raumluftmessungen vorgenommen, um die Asbest Belastung in der Luft festzustellen. Diese Belastung kann sich jedoch schnell verändern, sobald das Asbest berührt, beschädigt oder sonst wie gereizt wird. Eine Sanierung ist früher oder später auf jeden Fall ratsam.
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